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Perspektivenwechsel.

Foto: Universit?t Paderborn

F?rderlinie Curriculum 4.0

Die zunehmende Digitalisierung unserer Lebens- und Arbeitswelt setzt neue Kompetenzen und Qualifikationsprofile von Hochschulabsolvent*innen voraus, um sie zu aktiver Teilhabe in der Gesellschaft (citizenship) und in der Arbeitswelt (employability) zu bef?higen. So werden gesellschaftliche Handlungsabl?ufe und Arbeitswelten in Zukunft noch st?rker durch komplexe Interaktionen zwischen Menschen, Maschinen und Netzstrukturen gepr?gt sein. Arbeitnehmer*innen werden weitaus kollaborativer in interdisziplin?ren, interprofessionellen, branchenübergreifenden und internationalen Kontexten arbeiten müssen; in allen Arbeitsfeldern erfolgt eine Technisierung, die die souver?ne Nutzung digitaler Medien unabdingbar macht.

Damit geht eine Weiterentwicklung von Studieninhalten, Lernformaten und Lehrmethoden einher. Mit dem F?rderprogramm ?Curriculum 4.0“ m?chten wir die Neuausrichtung und Weiterentwicklung der Studieng?nge vorantreiben und curriculare Reformprojekte auszeichnen, welche die skizzierten Herausforderungen adressieren und neue L?sungsans?tze aufzeigen.

Mit der neuen Vereinbarung zur Digitalisierung wird die F?rderlinie ab 2020 in einem hochschulinternen Wettbewerb ausgeschrieben. Jede Hochschule in NRW kann dabei im Zeitraum 2020-2023 j?hrlich eine Gesamtf?rdersumme von 80.000 Euro ausschreiben.

Schwerpunkte und Ziele der F?rderung

Das F?rderprogramm ?Curriculum 4.0“ soll eine M?glichkeit er?ffnen, die Curricula bestehender Studieng?nge weiterzuentwickeln, neue Studieninhalte aufzugreifen sowie Studien- und Lernformen an eine zunehmend durch Digitalisierung gepr?gte Lebens- und Arbeitswelt anzupassen. Die gef?rderten Projekte sollen m?glichst einen gesamten Studiengang in den Blick nehmen, zumindest ist der Fokus auf curriculare Abschnitte oder mehrere Module zu legen, wie beispielsweise die Studieneingangsphase. Projektvorschl?ge, die sich nur auf eine einzelne Lehrveranstaltung bzw. ein Modul beschr?nken, sind nicht f?rderungsf?hig.

Das F?rderprogramm zielt darauf, neue Initiativen für Studiengangsreformen zu unterstützen. Eine Antragstellung zur Fortführung an anderer Stelle bereits ausgezeichneter Leuchtturm- und F?rderprojekte ist ebenfalls m?glich, wenn dargelegt wird, welche neuen Ziele durch die F?rderung verfolgt werden und wie diese in die bestehenden Programme eingebettet werden sollen. Zu berücksichtigen ist, dass durch diese umfassenden ?nderungen an Studieng?ngen ggf. Prozesse der Studiengangsentwicklung wie ?nderungsanzeigen oder Reakkreditierungsverfahren anzusto?en sind, was bei der Konzeption und Zeitplanung einzubeziehen ist.

Die Antragsteller*innen k?nnen für ihre Projekte bis zu 80.000 Euro beantragen.

Gef?rdert werden k?nnen:

  • innovative Lehrinhalte, die durch ver?nderte Qualifikationsprofile erforderlich werden. Diese Lehrinhalte müssen dem Pflicht- oder Wahlpflichtbereich zugeschrieben sein, sich also in den jeweiligen Prüfungsordnungen niederschlagen.
  • neue Studien- und Lernformen, zum Beispiel kollaboratives Lernen, Lernen in digitalen Umwelten, transdisziplin?res Lernen, internationale Lernumgebungen, innovative didaktische Konzepte, neue Prüfungsformen u.v.m.

Ausgeschlossen sind Vorhaben, die in der beantragten Projektdauer bereits eine F?rderung aus Mitteln der DH.NRW erhalten.

Die F?rdermittel dienen unter Einbezug eigener Ressourcen ausschlie?lich dem Zweck, die Reformprojekte umzusetzen. Darüber hinaus sind alle digitalen Lehr-/Lernmaterialien, Applikationen und Tools, die im Rahmen der gef?rderten Projekte entwickelt werden, im landesweiten Onlineportal für Studium und Lehre in NRW (ORCA.nrw) als Open Educational Resources (mindestens unter der Lizenz CC BY-SA 4.0) zu ver?ffentlichen.

Das F?rderprogramm ist auf eine Dauer von zwei Jahren angelegt. Die Ausschreibung wird bis zun?chst 2023 j?hrlich erfolgen.

Einreichung von Antr?gen

Interessierte Lehrende k?nnen sich mit einem Projektplan bewerben, der maximal acht Seiten umfassen sollte.

Die Antr?ge sollen definieren, welche neuen Herausforderungen die Digitalisierung an die jeweiligen Curricula stellt und wie diese im Einzelnen adressiert werden sollen. Darüber hinaus müssen die F?rderantr?ge klare Angaben zum Umsetzungsprozess machen und Hinweise dazu geben, wie sich Innovationen auf andere Studieng?nge, Fachbereiche oder Institutionen übertragen lassen (Transfer).

Antragsleitende Fragen k?nnen sein:

  • Welche Inhalte ver?ndern sich aufgrund der Digitalisierung und erfordern neue oder ver?nderte Kompetenzziele?
  • Werden umgekehrt klassische Kompetenzziele aufgrund der Digitalisierung wichtiger, weil das Verst?ndnis für grundlegende Sachverhalte verloren zu gehen droht?
  • Geht es um Anpassungen in Pflichtmodulen, um erg?nzende Wahlpflichtbereiche oder eher um (vollst?ndige) Neukonzeptionen von Curricula?
  • Muss der Fokus eher auf fachliche oder eher auf überfachliche Kompetenzbereiche gelegt werden?
  • Gibt es Lehr-/Lern-/Prüfungsformate, die sich besonders gut für die Berücksichtigung der Digitalisierung eignen?
  • Welcher Transfer ist aus der Curriculum-Entwicklung einer Fachkultur auf eine andere, von einer Hochschule auf eine andere m?glich?
  • Wie lassen sich Curricula so gestalten, dass sie ohne grundlegende ?nderung des Studiengangs an zukünftige Entwicklungen adaptiert werden k?nnen?

Darüber hinaus soll in den Antr?gen dazu Stellung genommen werden, wie das Vorhaben in die Digitalisierungsstrategie der Hochschule eingebunden ist.

Bitte legen 365足彩投注_365体育投注@ in dem Projektplan dar,

  • aus welchen Gründen 365足彩投注_365体育投注@ sich um die F?rderung Ihres Reformprojektes bewerben; 
  • welche konkreten Herausforderungen das Reformprojekt adressiert;
  • welche Ziele erreicht werden und wie der Umsetzungsprozess gestaltet sein soll;
  • mit welchen Prozessen und Strukturen eine Anbindung an die Erfordernisse der Arbeitswelt sichergestellt werden kann;
  • für welche Einzelma?nahmen der F?rderbetrag von bis zu 80.000 Euro eingesetzt werden soll;
  • wie eine ?bertragbarkeit auf weitere Studieng?nge, Fachbereiche und Institutionen sichergestellt werden kann;
  • wie der Erfolg des Reformprojektes evaluiert werden wird;
  • wie das Reformprojekt innerhalb des F?rderzeitraums realisierbar ist.

Weitere einzureichende Dokumente:

  • das vollst?ndig ausgefüllte Deckblatt (bei einem Antrag mehrerer Lehrender ist ein Deckblatt pro Person einzureichen)
  • ein Arbeitsplan, aus dem die zeitliche Durchführung des Projekts ersichtlich ist
  • ein Finanzierungsplan, aus dem hervorgeht, wofür die beantragten Mittel eingesetzt werden sollen,
  • eine Kurzbeschreibung des geplanten Entwicklungsvorhabens (maximal 1.000 Zeichen).

Antr?ge sind unter Mitzeichnung des Dekanats/Studiendekanats (Deckblatt) einzureichen.

Bitte senden 365足彩投注_365体育投注@ alle Antragsunterlagen elektronisch an: bildungsinnovationen[at]upb[dot]de

Auswahlverfahren

Die Hochschule erwartet, dass die jeweilige Fachbereichsleitung die Verantwortung für die Umsetzung des bewilligten Reformprojektes übernimmt; sie kann auch eine*n im Fachbereich anerkannte*n Wissenschaftler*in zum/zur Projektverantwortlichen bestellen.

?ber die Auswahl entscheidet die Kommission für Lehre, Studium und Qualit?tsmanagement auf der Basis externer Vor-Gutachten. 

Fristen im Jahr 2021

Einreichung von Antr?gen: 01. M?rz 2021

Ende Auswahlverfahren: Mai/Juni

Start Projekte: Juli 2021

Gef?rderte Projekte 2021

Bildung für die digitale Welt im Lehramt am Standort Paderborn gestalten (BigiLeg UPB)

Prof. Dr. Rebekka Schmidt (Projektleitung, Fakult?t KW/Kunst), Prof. Dr. Uta H?sel-Weide (Fakult?t EIM/Mathematik, PLAZ), Prof. Dr. Claudia Tenberge (Fakult?t NW/Physik)

Kurzbeschreibung: Durch die zunehmende Digitalisierung ver?ndern sich auch die Anforderungen an die Lehrkr?ftebildung. Im ?Paderborner Rahmenkonzept“ wurden im Dezember 2019 für die Universit?t Paderborn wichtige digitalisierungsbezogene inhaltliche Parameter theoriebasiert definiert und im Rahmen der Reakkreditierung 2022 in die Prüfungsordnungen integriert. Bislang fehlen jedoch Ans?tze zur Konkretisierung in Lehrveranstaltungen sowie ein Evaluationsinstrument, das die Umsetzung des Rahmenkonzepts st?rkt und erfassbar macht. Im Vorhaben werden erstens innovative Formate entwickelt, um die curricular verankerten Vorgaben in Veranstaltungen des Lehramtes zu realisieren, die anderen Lehrenden als Beispiel für die Konkretisierung des Konzepts dienen. Zweitens wird ein Evaluationsinstrument entwickelt, das die verschiedenen Elemente des Rahmenkonzepts auf Veranstaltungsebene abbildet. Transferpotential und Qualit?tssicherung werden durch ein am Design-Based-Research angelehntes Vorgehen angestrebt. Die erstellten Materialien werden als Open Educational Resources (OER) auf dem Online-Landesportal ORCA.nrw zur Verfügung gestellt.

Ern?hrung und Hauswirtschaft 4.0 – Lehrer:innenbildung digital und sprachbildend für die berufliche Schule (EHW 4.0)

Prof. Dr. Kirsten Schlegel-Matthies (Projektleitung, Fakult?t NW/EKG), Freya Dehn (Fakult?t KW/Germanistik und Vgl. Literaturwissenschaft), Anja Meyer (Fakult?t NW/EKG), Prof. Dr. Constanze Niederhaus (Fakult?t KW/Germanistik und Vgl. Literaturwissenschaft)

Kurzbeschreibung: Angesichts der stetig fortschreitenden Digitalisierung der Arbeitswelt und Schullandschaft soll das Projekt EHW 4.0. Studierende für diese Lebenswirklichkeit professionalisieren. Dafür werden in transdisziplin?rer Zusammenarbeit der Arbeitsbereiche Fachdidaktik Hauswirtschaft und DaZ, DaF und Mehrsprachigkeit der UPB Online-Lektionen konzipiert und in Fachdidaktikseminaren eingesetzt, um auf das digitale, fachliche und gleichzeitig sprachbildende Unterrichten an beruflichen Schulen in der Migrationsgesellschaft vorzubereiten. Vier zentrale Ziele werden angestrebt: 1. F?rderung digitalisierungsbezogener Kompetenzen, 2. Verknüpfung digitaler, fachdidaktischer und sprachbildender Elemente im beruflichen Unterricht in der Fachrichtung EHW, 3. Integration digitaler und sprachbildender Inhalte in bestehende Curricula und 4. Verbreitung und Ver?ffentlichung der Materialien als Open Educational Resources (OER) auf dem Online-Landesportal ORCA.nrw.

Kontakt

Dr. Nerea V?ing

Stabsstelle Bildungsinnovationen und Hochschuldidaktik

Angebote für professorale Hochschullehrende, Scholarship of Teaching and Learning, Studiengangs- und Organisationsentwicklung

Nerea V?ing
Telefon:
+49 5251 60-3332
Büro:
E5.323

Dr. Tassja Weber

Stabsstelle Bildungsinnovationen und Hochschuldidaktik

Koordination Online-Landesportal ORCA.nrw, Begleitung der DH.NRW-Förderlinien, Beratung zu Open Educational Resources (OER)

Tassja Weber
Telefon:
+49 5251 60-4323
Büro:
E3.101

Sprechzeiten:

Nach Vereinbarung

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